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Es ist nun mehr als klar, dass die Regierung der Föderation Bosnien und Herzegowina nicht so funktioniert, wie es auf der Grundlage der Plattform der Koalitionspartner SDA, HDZBiH und DF vorgesehen war, schreibt die Nachrichtenagentur Patria.
Die größten Optimisten sagen, dass die föderale Regierung bzw. die Koalition bereits im September zerbrechen könnte, und obwohl die HDZ-Minister die umstrittene Verordnung über Ernennungen in öffentliche Unternehmen als das grundlegende Problem brandmarken, ist der Hintergrund ein völlig anderer.
Immer lauter wird darüber gesprochen, dass es Dragan Čović, dem Vorsitzenden der HDZ, nur darum geht, fünf öffentliche Unternehmen zu übernehmen: HT Eronet, Hrvatske pošte Mostar, Elektroprivredu HZHB Mostar, Aluminij und die Razvojna banka FBiH, wonach ihn nichts mehr interessieren würde.
Wie unsere Quelle nämlich enthüllt, würde Čović gerne wieder Ramiz Džaferović an der Spitze der Razvojna banka FBiH sehen, obwohl seit kurzem der SDA-Mann Salko Selman auf dieser Position sitzt. Čović wird nicht aufgeben, bis er diese Unternehmen vollständig unter seine Kontrolle gebracht hat, wogegen sich die DF heftig zur Wehr setzt.
Sicher ist auch, dass der Vorsitzende der Demokratischen Front, Željko Komšić, nicht von seinen Forderungen abrücken wird, die er von Beginn der Verhandlungen zur Regierungsbildung klar geäußert hat.
- Vielleicht haben SDA und HDZ gedacht, dass Komšić von seinen Positionen abrücken würde, aber da ich ihn kenne, kann ich sagen, dass er das sicher nicht tun wird – sagt unsere Quelle aus der Regierung der Föderation Bosnien und Herzegowina.
Auch der Premierminister der Föderation Bosnien und Herzegowina, Fadil Novalić, warnt vor einer Krise in der Regierung dieser bosnisch-herzegowinischen Entität, da bereits zwei Sitzungen der föderalen Regierung ohne die Anwesenheit der Minister der HDZ BiH, einem der Koalitionspartner, abgehalten wurden.
Dies geschah nach einer Änderung der Tagesordnung, die am Vortag im Kollegium abgestimmt worden war, als der Punkt zurückgezogen wurde, in dem über den Aluminium-Kombinat aus Mostar diskutiert werden sollte – betonte Novalić zuvor.
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