
Die Mitglieder des Staatspräsidentschaft von Bosnien und Herzegowina reisen nächste Woche zu einem offiziellen Besuch nach Kroatien. Der kroatische Außenminister Miro Kovač kündigte heute Morgen im kroatischen Radio an, dass bald auch eine gemeinsame Sitzung der Regierungen Kroatiens und des Ministerrates von Bosnien und Herzegowina stattfinden wird.
Kovač sagte, dass auch ein Gegenbesuch von Außenminister von Bosnien und Herzegowina Igor Crnadak in Zagreb folgen werde, berichtet die bosnisch-herzegowinische Nachrichtenagentur Patria.
- Mit meinem Kollegen Crnadak werde ich ein Abkommen über eine europäische Partnerschaft unterzeichnen, mit dem wir Bosnien und Herzegowina volle technische Hilfe auf seinem europäischen Weg zusichern werden - sagte Kovač.
Auf die Frage von Journalisten, wie Kroatien die Beziehungen zu Bosnien und Herzegowina verbessern könne und ob er mit der Stellung der Kroaten in Bosnien und Herzegowina zufrieden sei, sagte Kovač, dass Kroatien aus mehreren Gründen eine besondere Verantwortung gegenüber Bosnien und Herzegowina habe.
- Bosnien und Herzegowina ist unser Nachbarland, die Kroaten sind dort ein staatsbildendes Volk, das gleichberechtigt mit den befreundeten Bosniaken und Serben lebt und Bosnien und Herzegowina gestaltet. Wir kümmern uns gemäß der Verfassung um Teile des kroatischen Volkes außerhalb Kroatiens, auch um die Kroaten in Bosnien und Herzegowina. Wir möchten, dass sie zufrieden sind, dass sie mit den befreundeten Bosniaken und Serben eine möglichst effektive staatliche Ordnung haben. Kroatien ist Unterzeichner des Dayton-Abkommens. Und wir wollen, dass Bosnien und Herzegowina ein funktionsfähiger Staat wird, mit dem wir sehr entwickelte politische, wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Beziehungen haben... Wir wollen, dass Bosnien und Herzegowina den Weg zum Beitritt zur EU einschlägt. Sie können auf unsere volle Unterstützung zählen – sagte Kovač.
Ein Thema des Treffens der kroatischen Regierung und des Ministerrates von BiH wird auch der Bau der Pelješac-Brücke sein. Minister Kovač sagte, dass ihr Bau nicht in Frage gestellt werde, da die Verbindung des Südens Kroatiens mit dem Rest des Landes gewährleistet werden müsse, schreibt Patria.
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