
(Patria) - Angehörige der kantonalen Zivilschutzbehörde des Kantons Sarajevo, der Schutz- und Rettungsdienste sowie der kommunalen Dienste sind aufgrund starker Regenfälle ununterbrochen im Einsatz und ergreifen weiterhin alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz von Menschen und Eigentum.
Während der gestrigen Nacht wurden Überschwemmungen von Straßenabschnitten sowie Sachschäden an Fahrzeugen und Kellerräumen von Gebäuden verzeichnet. In der Gemeinde Vogošća kam es aufgrund der Überschwemmung eines Umspannwerks zu einem mehrstündigen Stromausfall im gesamten Gemeindegebiet.
In der Nacht wurde in Barice in der Gemeinde Vogošća eine Notsituation aufgrund einer Verstopfung des Baches gemeldet, was zu einem Austritt großer Wassermengen auf die Fahrbahn führte. Ursache dieser Ereignisse ist die kombinierte Wirkung von plötzlichem Schneeschmelzen und starken Regenfällen.
Der Premierminister des Kantons Sarajevo, Nihad Uk, betonte, dass alle zuständigen Dienste rechtzeitig und koordiniert reagiert hätten.
„Ich stehe in ständigem Kontakt mit den Teams der kantonalen Zivilschutzbehörde, der Feuerwehr und den Teams von KJKP ‘Vodovod i kanalizacija’, die sofort nach Auftreten des Problems intervenierten und die ganze Nacht über vor Ort waren. Die Lage ist unter Kontrolle und die Sanierungsarbeiten werden fortgesetzt. Ich danke allen beteiligten Diensten für ihre schnelle, professionelle und engagierte Reaktion“, erklärte Premierminister Uk.
Der Premierminister betonte auch die Bedeutung eines systemischen Ansatzes zur Hochwasserprävention.
„Solche Ereignisse bestätigen erneut, wie wichtig kontinuierliche und geplante Investitionen in die Prävention sind. Die Regierung des Kantons Sarajevo investiert in Zusammenarbeit mit der kantonalen Zivilschutzbehörde und den Gemeinden erhebliche Mittel in die Gestaltung von Flussbetten und den Hochwasserschutz. Für diese Zwecke wurden über 7,2 Millionen KM bereitgestellt, mit dem Ziel, Leben, Eigentum, Infrastruktur und Wirtschaft dauerhaft zu schützen, im Einklang mit dem kantonalen Hochwasserschutzplan“, fügte Premierminister Uk hinzu.
Der Direktor der kantonalen Zivilschutzbehörde des Kantons Sarajevo, Dženan Brkanić, betonte die Bereitschaft und die Stärkung der Kapazitäten der Dienste vor Ort.
„Unsere Dienste waren von den ersten Meldungen an maximal engagiert. Schnelle Reaktion und gute Koordination aller Beteiligten ermöglichten es, die Situation ohne schwerwiegendere Folgen unter Kontrolle zu bringen. Besonders wichtig ist hervorzuheben, dass die Kapazitäten der kantonalen Zivilschutzbehörde in den letzten fünf Jahren erheblich gestärkt wurden, einschließlich der Einstellung von 100 neuen Feuerwehrleuten, was sich in solchen Situationen als entscheidend erwiesen hat“, erklärte Brkanić.
In den letzten drei Jahren wurden über 10 Millionen KM für die Stärkung der kommunalen Zivilschutzstrukturen, die Ausrüstung, präventive Aktivitäten und die Behebung von Schäden bereitgestellt.
Die zuständigen Dienste beobachten weiterhin die Lage vor Ort, und die Bürger werden aufgefordert, vorsichtig zu sein, die Anweisungen der Schutz- und Rettungsdienste zu befolgen und alle festgestellten Probleme umgehend den zuständigen Institutionen zu melden.
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