
(Patria) - Ein Entschärfungsteam der Bundesdirektion für Katastrophenschutz (FUCZ) führte gestern Abend am Standort Šipin Most – Turića Do im Gemeindegebiet von Donji Vakuf die Operation „Schnelle Reaktion“ durch, bei der zwei Personen aus einem gekennzeichneten Minenfeld gerettet wurden.
Der Katastrophenschutz von Donji Vakuf informierte die FUCZ am Nachmittag über die kantonale Katastrophenschutzdirektion Travnik, dass zwei Personen das minenverdächtige Gebiet am Standort Šipin Most – Turića Do in der Gemeinde Donji Vakuf betreten hatten.
Gemäß dem Verfahren für „Schnelle Reaktion“ wurde sofort eine Rettungsaktion eingeleitet und ein Entschärfungsteam der FUCZ mit zehn Mitgliedern zum Einsatzort entsandt. Das regionale Büro des BH MAC Travnik wurde ebenfalls informiert und entsandte seinen Vertreter vor Ort. Nach der Ankunft am Einsatzort wurde telefonisch Kontakt mit den Personen aufgenommen, die sich im minenverdächtigen Gebiet befanden, um deren Bewegung zu verhindern, die sie aufgrund der Möglichkeit eines Kontakts mit Sprengmitteln zusätzlich gefährdet hätte.
Nach einer Beurteilung vor Ort wurde gemäß den Standardbetriebsverfahren mit der Entschärfung eines sicheren Korridors begonnen. Die operativen Aktivitäten dauerten von 18:15 bis 19:40 Uhr, als die Personen aus dem Minenfeld auf eine sichere Fläche gebracht und einer Patrouille der Polizeistation Donji Vakuf übergeben wurden.
Bei der Schaffung des sicheren Korridors zu den Personen, die sich im Minenfeld befanden, wurden zwei Panzerabwehrminen TMRP-6 und eine Antipersonenmine PMR-2A gefunden und gekennzeichnet.
An der Rettung der beiden Personen aus dem Minenfeld waren neben den Entschärfern der FUCZ auch Angehörige der Polizeistation Donji Vakuf, des Dienstes für soziale Angelegenheiten, allgemeine Verwaltung und Katastrophenschutz Donji Vakuf und des BH MAC RU Travnik beteiligt.
Die Bundesdirektion für Katastrophenschutz warnt erneut vor der Gefahr des Fundes von nicht explodierten Sprengkörpern (NUS) und Minen und weist auf die Notwendigkeit eines korrekten und sicheren Verhaltens in solchen Situationen hin.
Es ist wichtig, dass sich die Bürger bewusst sind, dass Minen und nicht explodierte Sprengkörper lebens- und gesundheitsgefährdend sind, auch wenn seit ihrem Einsatz während des Krieges 30 Jahre vergangen sind.
Gefundene Minen oder andere Sprengkörper dürfen nicht berührt werden. Funde sind dem Katastrophenschutz unter der Telefonnummer 121 oder der Polizei unter der Telefonnummer 122 zu melden. Es ist hilfreich, den Fundort deutlich zu kennzeichnen, nach Möglichkeit zu fotografieren und sich die Lage zu merken, um sie dem zuständigen Team zur Beseitigung von Sprengkörpern zeigen zu können.
Alle, die sich außerhalb von Siedlungsgebieten und in der Natur bewegen, werden darauf hingewiesen, sich nicht in unbekannten Gebieten zu bewegen, um nicht in Minenfelder zu geraten, Minenwarnschilder zu beachten und zu respektieren und auf keinen Fall Bereiche zu betreten, die mit Minenwarnschildern gekennzeichnet sind.
Wir informieren die Öffentlichkeit, dass die kostenlose Anwendung „BH Mine Suspected Areas“ seit langem verfügbar ist, mit der Bürger mithilfe von Smartphones jederzeit den Standort, an dem sie sich gerade befinden, und dessen Entfernung von Gebieten, die als vermint gelten oder deren Verminung bestätigt wurde, einsehen können.
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