
(Patria) - Brigadegeneral a.D. Izudin Maleškić hat einen offenen Brief an den Verteidigungsminister von BiH, Zukan Helez, gerichtet, in dem er die Verlegung der Hubschrauber der BiH-Streitkräfte von Rajlovac nach Mahovljani kritisierte und ihn aufforderte, eine solche Entscheidung zu überprüfen und rückgängig zu machen.
Maleškić ist ein Berufspilot, der nach der Militärakademie der Luftwaffe im ehemaligen Jugoslawien seine Weiterbildung in Amerika fortsetzte.
Nach einer respektablen Ausbildung am Command and Staff College der Luftwaffe in Alabama und am Army War College in Pennsylvania hat er viel für sein Land geleistet.
Seine berufliche Laufbahn beendete er als Angehöriger der Streitkräfte von Bosnien und Herzegowina – im Rang eines Brigadegenerals und im Ruhestand von der Position des Stabschefs der Luftwaffe.
Er ist seit dem 15. April 1992 Teilnehmer des Verteidigungs- und Befreiungskrieges.
Maleškićs gestriger offener Brief an Minister Helez wird im Folgenden wiedergegeben.
Heute, wo Milorad Dodik sich selbst in Bezug auf Chauvinismus, Nationalismus und Faschismus übertroffen hat, wo er neben all den bisherigen Beispielen der Beleidigung heute sogar unverschämt Bosniaken zur „Rückkehr zum orthodoxen Glauben“ aufruft und erklärt, Bosnien und Herzegowina werde serbisch sein.
In einem solchen politischen Umfeld konnten wir heute auch einen Bericht über die Verlegung der Hubschrauber der Streitkräfte von Bosnien und Herzegowina von Rajlovac nach Mahovljani lesen.
Wie Sie wissen, handelt es sich um die neuesten von den USA gespendeten Hubschrauber vom Typ UH-1H-II, eine aufgerüstete Version der zuvor gespendeten Hubschrauber vom Typ UH-1H, die 1999 im Rahmen des Programms „Ausrüsten und Ausbilden“ nach Rajlovac kamen.
Unter den Umständen, die durch die Reform des Verteidigungssystems und die Entwicklung der Streitkräfte von Bosnien und Herzegowina hätten geschaffen werden sollen, hätte die Modernisierung und der Übergang von östlicher zu westlicher Technik längst abgeschlossen sein sollen.
Natürlich hätte es keine ständigen Obstruktionen, versteckten Absichten und Untergrabungen von allem gegeben, was Fortschritt und Entwicklung der Luftwaffe seit der Gründung der Luftwaffe und der Flugabwehrbrigade bedeutete.
Wenn die erwarteten und professionellen Voraussetzungen erfüllt worden wären, hätte die Indienststellung der Hubschrauber vom Typ UH-1H-II bei der Hubschrauberstaffel in Mahovljani gestern zweifellos einen feierlichen Charakter gehabt.
So ist der gestrige Akt der Verlegung der Hubschrauber von Rajlovac nach Mahovljani lediglich die Fortsetzung perfider und hinterhältiger Spiele einerseits und leider ein langjähriges Zusehen bei diesen Prozessen seitens anämischer bosnischer Generäle, denen nur daran gelegen ist, die Position des „Ersten unter den Bosniaken“ zu erreichen.
Nicht allzu lange her, und als Stabschef der Luftwaffe sah ich mich mit diesen Prozessen konfrontiert und warnte davor, ich warnte vor der Zerstörung der Luftwaffe, vor dem Prozess der Schaffung einer parallelen Luftwaffe durch denselben Dodik, der in dieser Absicht durch die Schaffung der Hubschrauberkapazitäten des Innenministeriums der Republika Srpska erfolgreich war.
Leider hat die langjährige unprofessionelle und eifersüchtige Einmischung bosnischer Generäle in viele Angelegenheiten der Luftwaffe ihre unumkehrbar tiefen und negativen Spuren hinterlassen. Ich würde sagen, alles, was sie anfassten, verdorrte.
Auch die gestrige Verlegung der Hubschrauber nach Mahovljani konnte nicht ohne Wissen und Zustimmung bosnischer Generäle erfolgen. Dieser Akt verdient aus mindestens drei Gründen eine Überprüfung und die Aufhebung des Befehls.
Erster Grund
In Zeiten offener und institutioneller Sezessionsakte des Entitäten Republika Srpska und des jüngsten Akts der Ankündigung und Bereitschaft zum bewaffneten Aufstand der Polizeistrukturen des Innenministeriums der Republika Srpska gegen die Handlungen von SIPA-Angehörigen ist die Verlegung militärischer Ressourcen in die Entität Republika Srpska ein beispielloser Akt der Idiotie.
Zweiter Grund
Unter den Umständen, dass wir bisher kein eindeutiges Wort der Verurteilung der genannten Akte der Gefährdung der territorialen Integrität Bosnien und Herzegowinas gehört haben, was vom Chef des Gemeinsamen Stabes erwartet wurde, ist die Zustimmung zu dieser Verlegung ein Beispiel für das Fehlen jeglicher Verantwortung.
Dritter Grund
Die Indienststellung, d.h. die Zuweisung eines neuen Hubschraubertyps an eine Einheit, erfolgt, wenn die Einheit in der Lage ist, die ihr zugewiesenen Aufgaben aus ihrer Mission zu erfüllen, d.h. wenn sie über eine ausreichende Anzahl von Besatzungen verfügt, die aus einem Flugkapitän und einem zweiten Piloten bestehen.
Dann, wenn die Einheit in der Lage ist, andere Piloten auszubilden, d.h. wenn sie mindestens einen ausgebildeten Fluglehrer und mindestens einen „Unit Trainer“ hat.
Und schließlich muss die Einheit die Fähigkeit und Kapazität für die technische Wartung dieses Typs haben, d.h. sie muss mindestens einen ausgebildeten Testpiloten haben.
Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, dann ist die gestrige Verlegung der Hubschrauber nach Mahovljani ein Akt des legalen Diebstahls, der nicht ohne Wissen und Zustimmung bosnischer Generäle erfolgen konnte.
Jeder kann sich einmal oder sogar zweimal irren, aber wenn es eine Kontinuität bei sehr seltsamen Entscheidungen gibt, dann dürfen wir uns zu Recht fragen, wessen Interessen hier vertreten werden. Sicherlich nicht die Interessen Bosnien und Herzegowinas.
Daher, sehr geehrter Minister, rufen Sie alle Verantwortlichen und lassen Sie sie diesen unprofessionellen und verantwortungslosen Akt einer typischen Enteignung erklären und rechtfertigen, für den Sie letztendlich sowohl die politische als auch die berufliche Verantwortung tragen können.
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