Bramercs Druck trägt Früchte: SIPA verhaftet in 20 Tagen 31 wegen Kriegsverbrechen Verdächtige

Patria
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11:18
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Bramercs Druck trägt Früchte: SIPA verhaftet in 20 Tagen 31 wegen Kriegsverbrechen Verdächtige

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft von Bosnien und Herzegowina wurden am Freitagmorgen 14 Personen auf dem Gebiet von BiH und Serbien festgenommen, denen Kriegsverbrechen vorgeworfen werden, die vor 19 Jahren auf dem Territorium von BiH begangen wurden, schreibt die bosnisch-herzegowinische Nachrichtenagentur Patria.

Dies ist in den letzten etwa zwanzig Tagen die vierte Festnahme von Verdächtigen für Kriegsverbrechen, die während der Aggression von 1992 bis 1995 auf dem Territorium von Bosnien und Herzegowina begangen wurden.

Die Intensivierung der Aufklärung von Kriegsverbrechen in BiH erfolgte nach dem Besuch des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien, Serge Brammertz, und der Leiterin der Abteilung für BiH in der Generaldirektion der Europäischen Kommission für Erweiterung, Michaela Matula, die sich vom 12. bis 14. November in Sarajevo aufhielten.

Brammertz kritisierte während des Besuchs die Arbeit der Staatsanwaltschaft von BiH und betonte, dass Beharrlichkeit und Professionalität der Staatsanwaltschaften und Gerichte in BiH weiter gestärkt werden müssten, wenn man in einem so heiklen und komplexen Prozess wie den Kriegsverbrechen Erfolg haben wolle, schreibt Patria.

Bereits drei Tage nach Brammertz' Abreise aus BiH verhafteten Angehörige der Agentur für Ermittlungen und Schutz (SIPA) 12 Personen, die verdächtigt werden, 1992 Kriegsverbrechen an Opfern bosniakischer Nationalität auf dem Gebiet der Gemeinde Prijedor begangen zu haben.

Im Rahmen des Verfahrens werden 18 Personen verdächtigt, festgenommen wurden Dušan Milunić, Radomir Stojnić, Radovan Četić, Zoran Stojnić, Željko Grbić, Ilija Zorić, Zoran Milunić, Boško Grujičić, Rade Grujčić, Uroš Grujčić, Rajko Grbić und Rajko Gnjatović.

Die Verdächtigen stehen unter dem Verdacht, vom 23. bis 28. Juli 1992 als Angehörige der Armee der Republika Srpska und der Polizei sowie des Krisenstabs an einem verbrecherischen Unternehmen gegen die bosniakische Bevölkerung des Dorfes Zecovi in der Gemeinde Prijedor teilgenommen zu haben.

Am Donnerstag, dem 27. November, beantragte die Staatsanwaltschaft von BiH auf dem Gebiet von Rogatica die Anordnung von Untersuchungshaft für Milkan Gojković, der festgenommen wurde, weil er verdächtigt wird, Verbrechen auf dem Gebiet von Sarajevo begangen zu haben und einer der engsten Mitarbeiter des Verbrechers Veselin Vlahović Batko gewesen zu sein, der rechtskräftig zu 42 Jahren Haft verurteilt wurde wegen Verbrechen in den Sarajevoer Stadtteilen Grbavica, Vraca und Kovačići.

Am folgenden Donnerstag verhaftete die SIPA auf Anordnung der Staatsanwaltschaft von BiH auf dem Gebiet von Bosanska Krupa vier Personen, die eines Kriegsverbrechens verdächtigt werden. Es handelt sich um Polizeibeamte, die verdächtigt werden, 1995 Kriegsverbrechen an Opfern serbischer und in einem Fall kroatischer Nationalität auf dem Gebiet von Bosanska Krupa begangen zu haben.

Nur einen Tag später, am 5. Dezember, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft von BiH und der Staatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen Serbiens gleichzeitig auf dem Gebiet der beiden Staaten eine Polizeiaktion durchgeführt, bei der 14 Personen festgenommen wurden, zehn in BiH und vier in der Republik Serbien.

Die Festgenommenen werden des Kriegsverbrechens in Štrpci und Višegrad verdächtigt, als aus einem Zug auf der Strecke Belgrad-Bar mindestens 20 Opfer, Staatsbürger Serbiens und Montenegros bosniakischer Nationalität, eine Person kroatischer Nationalität und eine Person afroasiatischer Herkunft entführt und später auf dem Gebiet von BiH getötet wurden, schreibt Patria.

 

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