
(Patria) - Der Außenminister von Bosnien und Herzegowina, Elmedin Konaković, traf sich heute am Rande der Internationalen Konferenz Dubrovnik Forum mit dem Hohen Vertreter der Europäischen Union für Außenpolitik und Sicherheitspolitik und Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Josep Borrell Fontelles.
Bei dem Treffen wurden die aktuelle politische Situation in BiH, der Reformprozess und die Erfüllung der 14 Prioritäten aus der Stellungnahme der Europäischen Kommission zum Antrag Bosniens und Herzegowinas auf Mitgliedschaft in der EU sowie die regionale Zusammenarbeit erörtert.
Konaković bedankte sich bei der Europäischen Kommission für die Entscheidung vom 30. Juni, 303 Millionen Euro für die Finanzierung von 8 wichtigen Infrastrukturprojekten in Bosnien und Herzegowina bereitzustellen.
Er bezeichnete die Zuerkennung des Kandidatenstatus für Bosnien und Herzegowina als historischen Schritt und bekräftigte, dass das Ziel und die Priorität der Außenpolitik Bosniens und Herzegowinas die Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union seien.
Er äußerte die Hoffnung, dass BiH in den nächsten zwei Monaten einige der Gesetze aus den 14 Prioritäten verabschieden wird, um das Kapitel der endgültigen Verhandlungen von BiH mit der EU zu eröffnen.
Er ging während des Gesprächs auch auf die Bedeutung der Ernennung eines EUROPOL-Verbindungsbeamten und der Schaffung eines systemischen und institutionellen Rahmens ein, um den effektiven Austausch von Geheimdienstinformationen zwischen EUROPOL und den Polizeibehörden in Bosnien und Herzegowina zu fördern.
Er äußerte seine Zufriedenheit darüber, dass BiH seine Bemühungen zur Angleichung an die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU erheblich verstärkt hat und dass diese Angleichung seit Januar dieses Jahres 100 Prozent beträgt.
Der EU-Hohe Vertreter Borrell äußerte sich besorgt über die Verabschiedung des Gesetzes über die Nichtanwendung von Entscheidungen des Verfassungsgerichts von BiH und des Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über die Veröffentlichung von Gesetzen und anderen Vorschriften der Republika Srpska in der Nationalversammlung der RS.
Er betonte, dass solche Entscheidungen eine Abweichung von den Erwartungen darstellen, die mit der Zuerkennung des Kandidatenstatus von BiH für die EU-Mitgliedschaft verbunden waren.
Er hebt hervor, dass die EU gezeigt hat, dass sie ein loyaler Partner für Bosnien und Herzegowina ist, mit einer unmissverständlichen Verpflichtung zu seiner EU-Beitrittsperspektive.
Die Gesprächspartner tauschten auch Meinungen über die Vorbereitungen für die 5. Sitzung des Stabilisierungs- und Assoziierungsrates zwischen Bosnien und Herzegowina und der Europäischen Union aus, die am 19. Juli stattfinden wird.
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