
(Patria) - Der Leiter der kommunalen Organisation Centar der SDP, Igor Stojanović, äußerte sich, nachdem Bogić Bogićević, ein prominenter bosnischer Politiker, Sozialdemokrat und ehemaliger Kandidat für das Bürgermeisteramt von Sarajevo, erklärt hatte, dass zwei Ratsmitglieder, die an der Sabotage seiner Wahl zum Bürgermeister beteiligt waren, in die SDP aufgenommen wurden. Bogićević zog 2021 seine Kandidatur zurück und erklärte öffentlich, dass er kein Teil dieses politischen Sumpfes sein wolle. Damit griff er direkt Irfan Čengić an, den derzeitigen Bürgermeister von Stari Grad, der die beiden Ratsmitglieder aufnahm und Bogićević die Schande bereitete, nicht zum Bürgermeister gewählt zu werden. Die SDP schlug damals Benjamin Karić vor, die zur Bürgermeisterin von Sarajevo gewählt wurde.
Stojanović betonte in seiner Ansprache in den sozialen Medien, dass es offensichtlich sei, dass „der Zustand und die Führung in unserer SDP nicht auf hohem Niveau sind, insbesondere nicht auf einem Niveau, auf das Bogić Bogićević stolz wäre“.
„Kürzlich wurden Ratsmitglieder, die gegen ihn bei der Kandidatur für das Bürgermeisteramt gestimmt hatten, in die SDP aufgenommen. Alle gutmeinenden SDP-Mitglieder sollten sich Sorgen machen und progressive Kräfte mobilisieren, die die Prinzipien und die Würde jedes Einzelnen verteidigen, dem die Gemeinschaft an erster Stelle steht“, sagte Stojanović.
In den Kommentaren zu dieser Veröffentlichung gibt es zahlreiche Kritikpunkte an den Handlungen des SDP-Vorsitzenden Nermin Nikšić, aber auch an einigen anderen SDP-Mitgliedern, aber auch an Stojanović selbst. Kritik erhielt auch Denis Bećirović, da er seit seiner Übernahme des Amtes als Mitglied des Präsidiums von Bosnien und Herzegowina nicht mehr an den Sitzungen der Parteiorgane teilnimmt.
Diejenigen, die besser informiert sind, geben an, dass die Situation in der SDP auch in den kommunalen Organisationen nicht gut ist, insbesondere in Sarajevo. Da die Kommunalwahlen näher rücken, ist damit zu rechnen, dass Probleme an die Oberfläche treten und solche Äußerungen häufiger werden.
Wir erinnern daran, dass dem derzeitigen Vorsitzenden Nermin Nikšić das Mandat bis zum Abschluss der Kommunalwahlen, spätestens jedoch bis Mai 2025, verlängert wurde. Gemäß der Satzung hat Nikšić kein Recht mehr, für den Vorsitzenden zu kandidieren.
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