
Bosnien und Herzegowina wird seit Mai letzten Jahres ununterbrochen von Erdrutschen erschüttert, bei denen im ganzen Land Hunderte von Häusern, Straßen und andere Infrastruktur zerstört wurden. Bezieht man die Schäden durch Überschwemmungen mit ein, entstand den Bürgern von BiH in nur wenigen Tagen im Mai 2014 durch die Wassermassen und Schlammlawinen ein materieller Schaden, den Experten auf über vier Milliarden KM schätzten.
Obwohl inländische und ausländische Regierungen sowie eine große Zahl humanitärer Organisationen aus dem In- und Ausland innerhalb eines Jahres enorme Mittel für die Sanierung der zerstörten Gebäude bereitgestellt haben, warnen Experten, dass dies nur Geldverschwendung sein könnte, denn um die Sache richtig zu machen, müsse gleichzeitig auch an der Sanierung der Erdrutsche gearbeitet werden, an der leider aufgrund fehlender Gelder in der Staatskasse bisher fast nichts getan wurde.
Fahrudin Solak, Direktor der Föderalen Verwaltung für Zivilschutz, warnt, dass die Regierungen in BiH dringend Mittel finden und mit der Sanierung der Erdrutsche beginnen müssen, ungeachtet der Tatsache, dass dafür viel Geld und jahrelange Arbeit nötig sind, aber allein die Sanierung der zerstörten Gebäude sei keine dauerhafte Lösung für dieses Land.
- Die Sanierung von Erdrutschen ist vielleicht genauso komplex wie der Bau eines Tunnels, oder sogar noch komplexer. Sie erfordert den Einsatz mehrerer Experten aus verschiedenen Bereichen, Zeit und Geld, aber wenn das Problem dauerhaft gelöst werden soll, muss man in diese Richtung zu handeln beginnen – sagt Solak in einem Interview für die bosnische Nachrichtenagentur Patria.
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