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Bosnien und Herzegowina hat Verträge mit zwei Religionsgemeinschaften im Land unterzeichnet – der Katholischen und der Orthodoxen Kirche, während auf den mit der Islamischen Gemeinschaft noch immer gewartet wird. Nach den letzten Informationen befindet sich der vom Ministerrat erstellte Vertragsentwurf noch in der Abstimmung im Präsidium von BiH, schreibt Patria.
Genau dies thematisierte heute auf der Sitzung des Repräsentantenhauses der PSBiH Denis Bećirović (SDP).
- Was ist das Problem, dass BiH einen solchen Vertrag erhält, und wer bereitet auf diesem Weg Probleme? Dies basiert auf der Menschenrechtskonvention, der Verfassung von BiH und der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Ich erwarte, dass der Vorsitzende Denis Zvizdić diese Frage beantwortet – sagte Bećirović.
Da Zvizdić heute in Brüssel ist, beantwortete Semiha Borovac, Ministerin für Menschenrechte im Ministerrat von BiH, diese Frage.
- Es ist bekannt, dass unser Land 2008 einen internationalen Vertrag mit dem Heiligen Stuhl sowie einen Grundlagenvertrag mit der Orthodoxen Kirche abgeschlossen hat. Auf Initiative des Präsidiums von BiH und durch Beschluss des Ministerrates wurde ein identisches Verfahren mit der Islamischen Gemeinschaft festgelegt. Es wurden Verhandlungen geführt, die mit großen Verzögerungen verliefen, aber 2015 aktualisiert und abgeschlossen wurden. Der Vorschlag für die Grundlagen des Vertrags wurde erstellt und am 22.10.2015 dem Präsidium von BiH zur weiteren Bearbeitung vorgelegt. Nach den neuesten Informationen von gestern aus dem Präsidium von BiH ist die Abstimmung noch im Gange – betonte Borovac.
Bećirović sagte, die Ministerin habe den Ablauf der Ereignisse dargelegt, aber er wolle seine äußerste Unzufriedenheit in diesem Bereich zum Ausdruck bringen.
- Dass es noch in der Abstimmung ist, kann auf unbestimmte Zeit dauern. Offensichtlich wird einem Volk die Nation, die Sprache und die Religion verweigert. Es gibt Leute von der SNSD, die in der RS den Begriff Bosniaken nicht mehr verwenden, sondern von Muslimen sprechen, um ein Volk auf eine Religionsgemeinschaft zu reduzieren. Auch die Sprache wird verweigert, ebenso wie der Staat. Wenn man jemandem sowohl die Religion als auch die Nation und die Sprache verweigert, ist das die Vorbereitung für ein neues Übel in BiH. Verantwortliche Menschen müssen dies öffentlich sagen – sagte Bećirović.
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