
Der Bund unabhängiger Gewerkschaften Bosnien und Herzegowinas kündigt an, ab morgen für Arbeitnehmerrechte zu kämpfen, also gegen das neue Arbeitsgesetz, das auf Drängen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds in Bosnien und Herzegowina verabschiedet werden soll, berichtet die bosnische Nachrichtenagentur Patria.
Der Start der Kampagne “NEIN zum neuen Arbeitsgesetz, das Arbeitnehmerrechte einschränkt!” beginnt am Donnerstag mit einer Pressekonferenz um 10 Uhr im Großen Saal des Gewerkschaftshauses in Sarajevo.
Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds fordern von Bosnien und Herzegowina die Verabschiedung eines neuen Arbeitsgesetzes. Ausländische Experten behaupten, dass die derzeitigen Arbeitsgesetze in Bosnien und Herzegowina die Einstellung neuer Arbeitnehmer nicht zuließen. Die Arbeitnehmer in Bosnien und Herzegowina werden in “Insider” und “Outsider” unterteilt. “Insider” sind diejenigen, die derzeit beschäftigt sind und sichere Arbeitsplätze haben und "Outsidern" den Zugang zu ihren Stellen nicht erlauben.
Die Vertreter der Gewerkschaften in Bosnien und Herzegowina behaupten hingegen etwas anderes. Sie beschuldigen die Weltbank und den IWF, die Arbeitsplätze in Bosnien und Herzegowina instabil machen zu wollen. Praktisch, so warnen sie, würde die Verabschiedung des neuen Arbeitsgesetzes bedeuten, dass kein einziger Arbeitsplatz in Bosnien und Herzegowina sicher wäre und die Menschen keine Wohnungsbaudarlehen aufnehmen könnten.
In Bosnien und Herzegowina, so die Gewerkschafter, seien nicht die bestehenden Arbeitsgesetze das Hindernis für Arbeitsplätze, sondern Korruption und Vetternwirtschaft, schreibt Patria.
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