
(Patria) - Das Europäische Parlament hat einen Brief von bosnisch-herzegowinischen Parlamentariern zur aktuellen politischen und sicherheitspolitischen Lage im Land erhalten.
Die Parlamentarier aus BiH gaben ihren EU-Kollegen Einblick in die derzeitige Situation in Bosnien und Herzegowina, mit besonderem Schwerpunkt auf die Bedrohungen der verfassungsmäßigen Ordnung BiHs, die von der Entität Republika Srpska ausgehen.
Sie betonten die Bedeutung einer Verstärkung der EUFOR-Truppen in Bosnien und Herzegowina.
In dem Brief heißt es unter anderem:
„Die künftige pro-europäische Koalition auf der Ebene Bosnien und Herzegowinas wird sehr bald gebildet werden und aus europäisch orientierten politischen Parteien aus beiden Entitäten BiHs bestehen, die sich für Frieden, Stabilität, europäische Integration, Rechtsstaatlichkeit, Korruptionsbekämpfung, Wirtschaftswachstum und -entwicklung sowie gute regionale Zusammenarbeit einsetzen werden.
Deshalb fordern wir, dass die internationale Gemeinschaft unter Führung der EU und der USA gemeinsam mit den inländischen Institutionen schnell, verantwortungsvoll und entschlossen handelt.
Wir halten es für äußerst wichtig, dass die Europäische Union so bald wie möglich die Zahl der Soldaten in der EUFOR-Mission in Bosnien und Herzegowina erhöht, dass ein Teil der Truppen in den Brčko-Distrikt verlegt wird und dass EUFOR den Polizeibehörden Bosnien und Herzegowinas beim Schutz der territorialen Integrität und Souveränität sowie bei der Umsetzung von Gerichtsentscheidungen im gesamten Hoheitsgebiet Bosnien und Herzegowinas Unterstützung leistet, was im Einklang mit dem Mandat von EUFOR in Bosnien und Herzegowina steht.
Gleichzeitig ist es wichtig, den internationalen Druck auf die Separatisten aus der Republika Srpska zu verstärken, die Gegenstand inländischer und bald auch internationaler Haftbefehle sind, und den Sanktionsmechanismus sowohl auf der Ebene der Europäischen Union als auch durch einzelne EU-Mitgliedstaaten zu verschärfen.
Wir bitten Sie, diesen Brief als einen Aufruf zu sofortigem Handeln zu verstehen, um mögliche Situationen mit unabsehbaren Folgen zu verhindern, denn jedes Taktieren würde diejenigen ermutigen, die versuchen, die verfassungsmäßige Ordnung zu stürzen und den mühsam errungenen Frieden und die Stabilität Bosnien und Herzegowinas, der Region des Westbalkans und ganz Südosteuropas zu gefährden“, heißt es unter anderem in dem Brief.
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