
(Patria) - Mitglied des Präsidiums von Bosnien und Herzegowina, Denis Bećirović, sprach mit dem Hohen Repräsentanten in Bosnien und Herzegowina, Christian Schmidt, über die aktuelle Situation in Bosnien und Herzegowina im Lichte ernsthafter Angriffe auf die verfassungsmäßige Ordnung und der jüngsten Sanktionen, die die USA gegen politische Funktionäre aus der bosnisch-serbischen Entität Republika Srpska verhängt haben.
Während des Gesprächs betonte Bećirović unter anderem, dass es derzeit kein wichtigeres Thema gibt als den Schutz der verfassungsmäßigen Ordnung Bosniens und Herzegowinas, da dies die grundlegende Voraussetzung für die Intensivierung der europäischen und euro-atlantischen Integrationen sei. Politiker, die Angriffe auf die verfassungsmäßige Ordnung unterschätzen oder relativieren, arbeiten direkt zugunsten der Politik von Milorad Dodik.
„Die jüngsten US-Sanktionen sind gerechtfertigt und es ist notwendig, den Schlag gegen die verfassungsmäßige Ordnung Bosniens und Herzegowinas zu stoppen. Schlüsselinstitutionen, die Frieden und Sicherheit garantieren, nämlich der Hohe Repräsentant und das Verfassungsgericht von Bosnien und Herzegowina, wurden angegriffen. Mit den Akteuren des Angriffs auf die verfassungsmäßige Ordnung kann und darf es keine Verhandlungen über diese Institutionen geben. Die internationale Gemeinschaft sollte separatistische Handlungen und gefährliche Angriffe auf die Fundamente des Daytoner Friedensabkommens so schnell wie möglich mit konkreten Maßnahmen beenden.
Es ist besser, die Zerstörung des Daytoner Friedensabkommens mit konkreten Maßnahmen zu verhindern, als verantwortungslosen Einzelpersonen zu erlauben, dreißig Jahre des Aufbaus von Frieden und Stabilität in Bosnien und Herzegowina zu gefährden“, sagte Bećirović.
Der Hohe Repräsentant in Bosnien und Herzegowina, Christian Schmidt, erklärte, dass das OHR die Entwicklung der Situation in Bosnien und Herzegowina aufmerksam verfolge und alle Optionen offen halte. Alle Instrumente zum Schutz des Daytoner Friedensabkommens seien auf dem Tisch, betonte Schmidt.
Bećirović erklärte, dass Bosnien und Herzegowina und der Westen an einem Wendepunkt stünden. Er sagte, dass die Fundamente des Daytoner Friedensabkommens gefährdet seien und es kein Nachgeben mehr gegenüber destruktiver Politik geben dürfe. Das Mitglied des Präsidiums von Bosnien und Herzegowina hob hervor, dass das OHR, die Zeugenländer des Daytoner Abkommens und die legalen Organe des Staates Bosnien und Herzegowina das rechtliche Gewaltanwendung von Organen der Entität RS nicht mehr dulden können und dürfen, da dies unvorhersehbare Folgen haben könne.
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