
(Patria) - Der Vorsitzende des Präsidiums von Bosnien und Herzegowina, Denis Bećirović, sprach mit zahlreichen Botschaftern von UN-Mitgliedsstaaten am Hauptsitz dieser internationalen Organisation in New York im Rahmen von Aktivitäten zur Verbreitung der Wahrheit über den begangenen Völkermord an Bosniaken in und um Srebrenica.
An den Treffen am UN-Hauptsitz in New York nahmen auch der Botschafter von Bosnien und Herzegowina bei den Vereinten Nationen, Zlatko Lagumdžija, und der Kabinettschef, Alija Kožljak, teil.
In einem separaten Treffen mit dem Botschafter der Republik Angola, Francisco José da Cruz, betonte Bećirović, dass die Annahme der Resolution über den 11. Juli als Internationaler Tag des Gedenkens an den Völkermord von Srebrenica 1995 von großer Bedeutung für Bosnien und Herzegowina, die Region und die ganze Welt sei.
Er betonte, dass es wichtig sei, dass die UN-Mitgliedsstaaten erkennen, dass der Internationale Tag des Gedenkens an den Völkermord von Srebrenica als Mahnung an die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft diene, die Begehung von Völkermord in Zukunft zu verhindern.
Es ist wichtig, dass jedes Land, das die Prinzipien, auf denen die internationale Gemeinschaft beruht, offiziell anerkannt hat, an der Verbreitung der Wahrheit teilnimmt.
Bećirović schloss daraus, dass die UN verpflichtet sei, durch die Annahme der Resolution die historische Ungerechtigkeit gegenüber den Opfern des Völkermords von Srebrenica zumindest teilweise wiedergutzumachen.
Bećirović sprach auch mit dem Botschafter der Republik Korea, Joonkook Hwang, am UN-Hauptsitz. Während des Gesprächs erklärte er, dass die UN-Resolution zum Völkermord von Srebrenica zur Wahrung des Friedens und zur Stärkung des Vertrauens sowie der Erinnerungskultur notwendig sei.
Er sagte, dass die Resolution zu Srebrenica die Interessen keiner Nation bedrohe, sondern sich ausschließlich auf den Völkermord beziehe, der vor dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien rechtskräftig bewiesen wurde.
Während des Gesprächs mit der Botschafterin der Republik Cabo Verde (Kap Verde), Tania Serafim Yvonne Romualdo, wies Bećirović auf die Bedeutung der Annahme der Resolution zu Srebrenica hin.
Er betonte, dass die UN die grundlegende Verpflichtung habe, den Frieden zu fördern, und dass ein dauerhafter Frieden durch die Förderung der Wahrheit und die Verhinderung jedes Versuchs, Völkermord irgendwo auf der Welt zu begehen, erreicht werden könne.
Er erinnerte daran, dass der Internationale Gerichtshof (IGH) und der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) in ihren Urteilen festgestellt hätten, dass in Srebrenica ein Völkermord stattgefunden habe und dass dies niemand in Frage stellen könne.
Er betonte, dass die vorgeschlagene Resolution keine Bedrohung für irgendeine Nation darstelle und keine einzige Aussage über kollektive Verantwortung enthalte.
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