
(Patria) - Mitglied des Präsidiums von Bosnien und Herzegowina, Denis Bećirović, sprach heute in Berlin mit dem Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Olaf Scholz.
Während des inhaltsreichen Gesprächs sagte Bećirović, dass die Beziehungen zwischen Bosnien und Herzegowina und der Bundesrepublik Deutschland sehr gut und freundschaftlich seien und dass sich die Bundesrepublik Deutschland seit den 1990er Jahren bis heute als starker Partner und Freund des Staates Bosnien und Herzegowina erwiesen habe.
Bećirović betonte, dass es für die höchsten Vertreter der Bundesrepublik Deutschland sehr wichtig sei, klare Botschaften auszusenden, dass sie Bosnien und Herzegowina unmissverständlich unterstützten und dass es weder ein schnelles noch ein langsames Zerreißen des Staates Bosnien und Herzegowina geben werde.
Bećirović bedankte sich besonders für die Unterstützung, die die Bundesregierung Bosnien und Herzegowina bilateral durch Entwicklungshilfe bei der Umsetzung von Reformen und dem Kapazitätsaufbau im Prozess der europäischen Integration leistet.
Die Bundesrepublik Deutschland ist einer der wichtigsten außenwirtschaftlichen Partner Bosniens und Herzegowinas. Der gesamte Außenhandelsverkehr zwischen Bosnien und Herzegowina und Deutschland steigt stetig und belief sich im vergangenen Jahr auf rekordverdächtige 5,6 Milliarden KM.
Das Interesse Bosniens und Herzegowinas gilt der weiteren Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der stärksten Wirtschaftsmacht der Europäischen Union, insbesondere der Anziehung ausländischer Direktinvestitionen.
Bećirović informierte den Bundeskanzler über die Bedeutung der schnellstmöglichen Aufnahme von Beitrittsverhandlungen Bosniens und Herzegowinas mit der Europäischen Union.
Auf diese Weise, so Bećirović, werde Raum für substanzielle Reformen in Bosnien und Herzegowina geschaffen, die positive Auswirkungen auf die bosnisch-herzegowinische Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt haben werden.
Er bedankte sich insbesondere für das Engagement der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Berliner Prozesses, für die fortgesetzte Hingabe und Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland zur Beschleunigung der europäischen Integration der Länder des Westbalkans, der wirtschaftlichen und infrastrukturellen Entwicklung sowie der Verbesserung der regionalen Zusammenarbeit.
Bundeskanzler Scholz erklärte, dass Deutschland einer der Hauptbefürworter des europäischen Weges Bosniens und Herzegowinas sei und ein starker Partner für Bosnien und Herzegowina bei der Umsetzung von Reformen bleibe, die eine Verbesserung der Rechtsstaatlichkeit, der Demokratie und der wirtschaftlichen Entwicklung Bosniens und Herzegowinas gewährleisten werden.
Er fügte hinzu, dass das Interesse der Bundesrepublik Deutschland die Erzielung einer dauerhaften Stabilität in der Region durch die Gewährleistung einer europäischen Perspektive für alle Länder des Westbalkans sei.
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