
(Patria) - Der Vorsitzende des Präsidiums von Bosnien und Herzegowina, Denis Bećirović, sprach heute mit dem Hohen Repräsentanten in Bosnien und Herzegowina, Christian Schmidt.
Es ging um aktuelle politische, sicherheitspolitische und andere Herausforderungen in Bosnien und Herzegowina und der Region, mit besonderem Augenmerk auf antidaytonsche und verfassungswidrige Aktivitäten der Behörden des bosnisch-serbischen Entitäts-Rs.
Bećirović warnte während des mehrstündigen Gesprächs im OHR erneut mit Argumenten vor dem gefährlichen Inhalt und den Folgen der Erklärung der sogenannten "Gesamtserbischen Versammlung".
- Einer der gefährlichen Aspekte dieser Erklärung ist die Institutionalisierung der Beziehungen zwischen dem Staat Serbien und einer Verwaltungseinheit in einem anderen Staat.
Die Ankündigung des Beginns der Umsetzung von Vučićs großserbischer und antidaytonscher Erklärung ist das Betreten des Territoriums des unabhängigen und souveränen Staates Bosnien und Herzegowina durch Angehörige der serbischen Armee.
Die Erklärung ist nicht nur für Bosnien und Herzegowina, sondern für ganz Europa gefährlich, da sie die Grundprinzipien untergräbt, auf denen auch die Europäische Union beruht.
Es besteht kein Zweifel daran, dass die Erklärung der sogenannten "Gesamtserbischen Versammlung" den Frieden in der Region, das Völkerrecht und die Grundbestimmungen des Daytoner Friedensabkommens gefährdet.
Die Umsetzung dieser Erklärung würde zur vollständigen Destabilisierung von Bosnien und Herzegowina und der Region führen. Daher ist es notwendig, dass die internationale Gemeinschaft ihre Umsetzung mit konkreten Schritten stoppt - sagte Bećirović unter anderem.
Der Hohe Repräsentant Schmidt betonte, dass die Staatsgrenzen von Bosnien und Herzegowina international anerkannt und geschützt sind und dass die Souveränität und territoriale Integrität von Bosnien und Herzegowina unbestreitbar sind.
Er betonte, dass Angriffe auf das Daytoner Friedensabkommen und die verfassungsmäßige Ordnung von Bosnien und Herzegowina unzulässig sind und dass alle, die dies tun, die Konsequenzen tragen werden.
Bećirović erklärte, dass die strategischen Partner aus der internationalen Gemeinschaft die Bedrohungen für Frieden und die verfassungsmäßige Ordnung von Bosnien und Herzegowina ernst nehmen müssen, um eine Destabilisierung in der gesamten Region zu verhindern.
Er hob hervor, dass das OHR, die EU-Delegation in Bosnien und Herzegowina, EUFOR, die NATO und die Zeugenstaaten des Daytoner Friedensabkommens über alle notwendigen Mechanismen verfügen, um die Umsetzung des Daytoner Friedensabkommens und die Wahrung des Friedens zu gewährleisten.
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