Bećirović: Die NATO-Mitgliedschaft ist die einzige ernsthafte Sicherheitsgarantie

Patria
AutorPatria
10:32
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Bećirović: Die NATO-Mitgliedschaft ist die einzige ernsthafte Sicherheitsgarantie

(Patria) - Im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz wandte sich das Mitglied des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina, Denis
Bećirović, heute Morgen als Einführungsredner an einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Erweiterung im Dienste des Schutzes: Beseitigung
grauer Zonen in der europäischen Nachbarschaft“.

An dieser hochrangigen Podiumsdiskussion nahmen unter anderem Regierungschefs, Minister, Mitglieder des Europäischen Parlaments und anderer Parlamente der EU-Mitgliedstaaten sowie der EU-Sonderbeauftragte für den Dialog zwischen Belgrad und Priština, Miroslav Lajčák, der britische Sonderbeauftragte für den Westbalkan, Lord Stuart Peach, und der Hohe Repräsentant in Bosnien und Herzegowina, Christian Schmidt, teil.

Während seiner Ausführungen auf dem Podium betonte Bećirović, dass die geopolitischen Umstände klar darauf hindeuten, dass die beschleunigte Integration der Staaten des Westbalkans in die EU und die NATO der effektivste Weg sei, um aus der Grauzone herauszutreten. In diesem Zusammenhang unterstrich er, dass es von großer Bedeutung sei, dass der Europäische Rat im März die Entscheidung treffe, die Beitrittsverhandlungen mit Bosnien und Herzegowina zu eröffnen.

„Das wäre ein äußerst positives Signal, aber auch einer der konkreten Schritte in Richtung
Verlassen der Grauzonen“, betonte Bećirović.

Mit Blick auf die Notwendigkeit, dass der Westen konkrete Schritte zur Beseitigung der Grauzonen
in Europa unternehme, die eine ständige Quelle von Instabilität, Konflikten und Kriegen seien, hob Bećirović hervor, dass die NATO-Mitgliedschaft die einzige ernsthafte Sicherheitsgarantie sei und dass die NATO-Erweiterung gleichzeitig die Eindämmung von Grauzonen bedeute. Eine Verlangsamung der NATO-Erweiterung könne zu einem gefährlichen Szenario führen, in dem Grauzonen zu schwarzen Zonen werden könnten. Daher stelle der Abschluss des Prozesses der NATO-Erweiterungspolitik auf dem Westbalkan eine Investition in die kollektive Stabilität und Sicherheit dar.

Auf dem Weg aus der Grauzone heraus sieht das Mitglied des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina, Denis Bećirović, die Notwendigkeit einer verstärkten wirtschaftlichen Zusammenarbeit der Länder Südost- und Osteuropas. Wirtschaftliche und
energetische Sicherheit und Souveränität seien keine isolierten Fragen, sondern Teil der gesamten Sicherheitsstruktur. Um die Anfälligkeit für russischen Einfluss zu verringern, sei eine Diversifizierung der Energiequellen und Lieferwege notwendig. Parallel dazu müsse an der Entwicklung der notwendigen Infrastruktur gearbeitet werden (neue Gaspipelines und LNG-Terminals sowie Verbesserung der Speicherkapazitäten).

Während seiner Rede auf dem Podium der Münchner Sicherheitskonferenz erklärte Bećirović, dass auch die Europäische Politische Gemeinschaft zur Stärkung der Sicherheit des Kontinents beitragen könne.

Er betonte, dass sie komplementär zur EU-Erweiterungspolitik sein solle, ohne das Risiko, ein Ersatz für künftige EU-Erweiterungen zu werden. Die EU-Erweiterung habe geopolitische Bedeutung sowohl für die EU als auch für die Staaten, die noch nicht Teil der EU seien.

„Die beschleunigte Integration der Länder des Westbalkans, aber auch anderer Länder im Erweiterungsprozess, würde zur Stabilität des gesamten Kontinents beitragen. Gleichzeitig würde das Potenzial für Konflikte und schädliche Einflüsse von Grauzonen verringert“, schloss Bećirović seine Rede.

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