
Von: Almir Bečarević
Das Unternehmen BH-Gas wandte sich am 28.06.2021 an das Föderale Ministerium für Raumplanung, um eine städtebauliche Genehmigung für das Projekt „Südliche Interkonnektion“ zu erhalten.
Nach 3 Jahren weigerte sich das Ministerium am 13.05.2024, die städtebauliche Genehmigung für das Projekt zu erteilen. Damit ist das Projekt wieder am Anfang, und es gibt keine Aufzeichnungen darüber, dass Berufung eingelegt oder ein Verwaltungsverfahren eingeleitet wurde.
Gleichzeitig wird die Bezahlung der EU für Energieressourcen über die Gazprombank Ende 2024 wahrscheinlich unmöglich, teilte die Sinara Investment Bank mit. Der Grund dafür sind die Sanktionen der USA gegen die Gazprombank, die die Voraussetzungen dafür geschaffen haben, dass jeder, der Gas von Gazprom bezieht und weiterhin Gas bezahlt, direkt oder indirekt auf die Sanktionsliste gesetzt wird.
In drei Jahren des Hin und Her wegen der städtebaulichen Genehmigung hätte die Südliche Interkonnektion gebaut werden können, und diese neuen Sanktionen gegen Russland hätten uns nicht berührt, noch hätten wir darüber nachdenken müssen. Die Südliche Interkonnektion ist eine neue Gasquelle und Versorgungssicherheit. Davon haben wir jetzt nichts, und auch kein Gesetz, das bereits im Repräsentantenhaus des Parlaments der FBiH verabschiedet wurde.
Die Regierung spricht seit Anfang 2023 davon, das Gesetz in das Verfahren einzubringen, und bis heute ist nichts geschehen. Es ist nur passiert, dass die HDZ sich geweigert hat, die städtebauliche Genehmigung zu erteilen und die Verabschiedung des Gesetzes zu blockieren. In Sarajevo sind 110.000 Haushalte Gasverbraucher (Einzelverbraucher und Fernwärme Sarajevo), und ein Tag ohne Gas im Januar ist eine Tragödie, die bereits 2009 zu sehen war.
Diese Tragödie dauerte 72 Stunden, und nun steht die gesamte Gasversorgung in Frage, denn wenn die Bezahlung der Gazprombank in Frage gestellt wird, wird auch die Gaslieferung in Frage gestellt.
Die Alternative ist kompliziert, da auch der Vertrag mit FGSZ (Ungarischer Transporteur) gekündigt wurde, ebenso wie mit Transportgas Serbien.
Die Gasquellen sind in den Wintermonaten begrenzt, ebenso wie die Transportwege, da alle Gas im Spitzenbedarf beziehen.
Verlorene Jahre, verlorene städtebauliche Genehmigung, verlorenes Gesetz und deshalb: „Rufen Sie Dragan für Gas an, aber billiges Gas“.
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