Österreichischer Kanzler: Wir können Vorbild für Bosnien und Herzegowina in Bezug auf Rechtsstaatlichkeit und Wirtschaft sein

Patria
AutorPatria
02:00
Podijeli:
Österreichischer Kanzler: Wir können Vorbild für Bosnien und Herzegowina in Bezug auf Rechtsstaatlichkeit und Wirtschaft sein

Reformen sind Voraussetzung für die Integration in die Europäische Union, und Österreich kann dabei ein Vorbild sein, erklärte der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann vor seinem heutigen Besuch in Bosnien und Herzegowina, wie aus der Botschaft Österreichs mitgeteilt wurde, berichtet die bosnisch-herzegowinische Nachrichtenagentur Patria (NAP).

Der österreichische Kanzler besucht Bosnien und Herzegowina zum ersten Mal und wird im Rahmen seiner Reise auf den Westbalkan auch Serbien und Kosovo besuchen.

Unmittelbarer Anlass des Besuchs sind Fragen im Zusammenhang mit der Bewältigung der Folgen der katastrophalen Überschwemmungen in Bosnien und Herzegowina und der Region sowie die bevorstehenden Veranstaltungen zum 100. Jahrestag des Attentats von Sarajevo.

Bei den Gesprächen des Bundeskanzlers mit dem Vorsitzenden des Ministerrates von Bosnien und Herzegowina, Vjekoslav Bevanda, und dem Staatspräsidium werden jedoch insbesondere die schwierige innenpolitische und strukturelle Situation im Land sowie die wirtschaftliche Stagnation mit hoher Arbeitslosigkeit erörtert.

Wie mitgeteilt wurde, möchte Kanzler Faymann mit seiner Reise auch seine weitere Unterstützung für die dringend benötigten inneren Reformen in Bosnien und Herzegowina sowie in anderen Ländern der Region zum Ausdruck bringen.

- Sie sind eine wichtige Voraussetzung für die weitere Annäherung an die Europäische Union. Österreich stellt ein Modell eines Sozialstaates mit einer rechtsstaatlichen Verwaltung und Justiz und damit einer erfolgreichen Wirtschaft dar und hat somit Vorbildcharakter. Die Lehre aus den vergangenen hundert Jahren sollte nur ein engagiertes Eintreten für Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und eine funktionierende Marktwirtschaft sein, zur Überwindung überholter nationaler Stimmungen und für einen glaubwürdig geführten europäischen Integrationsprozess - so Faymann.

Bundeskanzler Werner Faymann und Verteidigungsminister Gerald Klug werden in Bosnien und Herzegowina auch Einheiten der österreichischen Bundeswehr besuchen, die bei den jüngsten katastrophalen Überschwemmungen den betroffenen Menschen zur Seite standen und dies auch weiterhin tun. Angehörige der österreichischen Bundeswehr tragen als integraler Bestandteil der EUFOR-Mission ohnehin wesentlich zur Stabilisierung der Region und zur Aufrechterhaltung von Frieden und Stabilität in Bosnien und Herzegowina bei, berichtet NAP.

Komentari (0)

Prijavite se za komentiranje

Prijava

Jos nema komentara. Budite prvi!

Minuta

Sve →

Iz drugih kategorija