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Der Druck Brüssels auf Serbien, seine Außenpolitik bis Ende dieses Jahres entweder in Richtung Europäische Union oder Russland zu definieren, wird sich sicherlich auch auf die Politik in Bosnien und Herzegowina, bzw. in der bosnisch-herzegowinischen Entität Republika Srpska, auswirken. Der Druck auf Belgrad wird von Analysten teilweise auch als Reaktion auf den vom Präsidenten der Republika Srpska, Milorad Dodik, abgehaltenen verfassungswidrigen Referendum über den Tag dieser bosnisch-herzegowinischen Entität interpretiert.
Das Referendum über die Feier des 9. Januar fand trotz der Warnungen der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten statt, die Behörden mögen von dem Referendum absehen, schreibt Patria.
Die serbische Regierung hat auf Einladung des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation humanitäre Hilfe für Kriegsopfer in der syrischen Stadt Aleppo gesendet, weshalb die EU und die NATO den serbischen Behörden ein Ultimatum gestellt haben. Serbische Medien berichteten, dass aus Brüssel und Washington Belgrad mitgeteilt wurde, dass sie bis spätestens Neujahr ihre Außenpolitik mit der Politik der EU abstimmen und Sanktionen gegen Moskau verhängen müssen. Serbien, so die Botschaft aus Brüssel, muss sich klar entscheiden, ob es sich vollständig der Europäischen Union und der NATO zuwendet oder seinen europäischen Weg aufgibt und sich Russland zuwendet.
Es ist klar, dass sich die Position Serbiens auch auf die politischen Verhältnisse in Bosnien und Herzegowina auswirken wird. Wenn sich die Verbindungen zwischen Belgrad und Brüssel bzw. Belgrad und der NATO stärken, werden die Behörden der Republika Srpska diesem Weg folgen müssen.
Auch das Treffen zwischen dem Mitglied des Präsidiums von Bosnien und Herzegowina aus dem serbischen Volk, Mladen Ivanić, und der US-Botschafterin Maureen Cormack, das am Mittwoch in Sarajevo stattfand, ist bezeichnend.
Aus dem Präsidium von Bosnien und Herzegowina wurde mitgeteilt, dass eines der Themen des Treffens zwischen Ivanić und Cormack die Umsetzung der Aktivitäten zur Erstellung des Verteidigungsüberprüfungsdokuments war. Sowohl Ivanić als auch Cormack äußerten die Hoffnung, dass das genannte Dokument gemäß den vereinbarten Prinzipien und im festgelegten Zeitrahmen vorbereitet wird. Dieses Dokument soll spätestens bis Ende November dieses Jahres verabschiedet werden. Das Dokument „Verteidigungsüberprüfung“ sieht unter anderem die Eintragung von Militäreigentum auf den Staat Bosnien und Herzegowina vor, was ein neuer, starker Schritt Bosnien und Herzegowinas in Richtung NATO sein wird, aber auch ein starker Schlag für Dodik, schreibt Patria.
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