
(Patria) - Angesichts der jüngsten verbalen Angriffe des Präsidenten der Republika Srpska, Milorad Dodik, auf die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) wurde der bosnische Botschafter Siniša Bencun heute ins Außenministerium in Wien einbestellt, berichten österreichische Medien.
„Vor dem Hintergrund der jüngsten Äußerungen von Milorad Dodik wurde der Botschafter von Bosnien und Herzegowina ins Außenministerium zitiert. Dodiks Handlungen gefährden die Stabilität, die verfassungsrechtliche Ordnung und die territoriale Integrität von Bosnien und Herzegowina“, teilte das österreichische Außenministerium auf der Plattform X mit.
Vor dem Hintergrund der rezenten Aussagen von Milorad Dodik, Präs. der Entität Republika Srpska, wird der Botschafter von Bosnien &Herzegowina ins Außenministerium zitiert. Dodiks Handlungen gefährden die Stabilität, verfassungsrechtliche Ordnung & territoriale Integrität von 🇧🇦.
— MFA Austria (@MFA_Austria) May 2, 2025
Die Staatsanwaltschaft von Bosnien und Herzegowina erließ im März Haftbefehle gegen den separatistischen Ultranationalisten Dodik und zwei weitere hochrangige Politiker der Republika Srpska. Seitdem ist Dodik die Einreise nach Österreich verweigert worden, schreibt der österreichische ORF, wie Faktor berichtet.
In Interviews kritisierte Dodik den Besuch von Ministerin Meinl-Reisinger Anfang April in Sarajevo. Er sprach von „Idioten-Ministern“ in Österreich.
„Wenn ein Minister, der erst wenige Tage im Amt ist, nach Sarajevo reist und sich der Schulterklopfer-Atmosphäre hingibt, zeigt das, dass es auch in Österreich fragwürdige Minister gibt“, sagte Dodik.
Weiterhin erklärte Dodik im Gespräch mit der Online-Ausgabe des Magazins „Profil“, dass die „österreichische Außenministerin wahrscheinlich glaubt, dass sie einer überlegenen Rasse angehört“.
„Das tut sie nicht. Ich werde alles tun, um sicherzustellen, dass sich unsere serbische Gemeinschaft in Österreich organisiert und ihren Willen ausdrückt“, zitierte der ORF Dodiks Worte.
Helmut Brandstätter, Leiter der NEOS-Delegation im Europäischen Parlament, erklärte bereits, dass Dodiks verbale Angriffe insbesondere den Serben schaden.
„Das zeigt, dass er mit dem Rücken an der Wand steht. Dodiks Beleidigungen waren unerträglich und eine unglaubliche Dreistigkeit“, sagte Brandstätter gegenüber APA.
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