
(Patria) – Für heute ist eine Sitzung des Ministerrates von Bosnien und Herzegowina angesetzt, mit einer umfangreichen Tagesordnung von 62 Punkten.
Die Vorsitzende des Ministerrates von Bosnien und Herzegowina, Borjana Krišto, hat erneut drei Punkte auf die Tagesordnung gesetzt, bei denen keine Einigung unter den Koalitionspartnern besteht. Es handelt sich um den Beschlussvorschlag zur Einrichtung des Büros des Chefverhandlers von Bosnien und Herzegowina mit der Europäischen Union als vorläufiges Gremium des Ministerrates von Bosnien und Herzegowina (zweiter Wahlgang), den Gesetzesentwurf über den Hohen Justiz- und Staatsanwaltschaftsrat von Bosnien und Herzegowina sowie den Gesetzesentwurf über Änderungen und Ergänzungen des Gesetzes über das Gericht von Bosnien und Herzegowina.
Die beiden vorherigen regulären Sitzungen fanden nicht statt, da die SNSD die Tagesordnung blockierte. Aus diesem Grund hielt der Ministerrat von Bosnien und Herzegowina zwischenzeitlich zwei Dringlichkeitssitzungen ab, um Entscheidungen zu treffen, die nicht auf den regulären Termin warten konnten.
Auf der Tagesordnung stehen auch mehrere wichtige Punkte zur Ernennung des Beschwerdeausschusses für Polizeibeamte, da die Amtszeit des aktuellen Gremiums genau am Tag der Sitzung endet. Sollte der Ministerrat von Bosnien und Herzegowina keine Entscheidung treffen, würden alle Beschwerden von Polizeibeamten auf Eis gelegt, was die Funktionsfähigkeit der drei staatlichen Polizeibehörden zusätzlich gefährden könnte.
Die Abgeordneten sollten auch die Information über den Jahresplan für Ausbildung und Übungen von Angehörigen und Einheiten der Streitkräfte von Bosnien und Herzegowina im Ausland für das Jahr 2026 sowie die Information über die Umsetzung des Plans zur Implementierung der „Verteidigungsüberprüfung“ und des Aktionsplans zur Implementierung des „Plans zur Entwicklung und Modernisierung der Streitkräfte von Bosnien und Herzegowina 2017–2027“ prüfen, deren Vorschlag vom Verteidigungsministerium von Bosnien und Herzegowina stammt.
Auf der Sitzung sollte auch über das Ende der Amtszeit des Direktors der Agentur für öffentliche Aufträge von Bosnien und Herzegowina sowie über die Ernennung des Direktors der Versicherungsagentur in Bosnien und Herzegowina diskutiert werden.
Auf Vorschlag der Direktion für Wirtschaftsplanung sollte der Ministerrat von Bosnien und Herzegowina auch die Information über den Status der Reformagenda von Bosnien und Herzegowina, die Verpflichtungen aus dem Wachstumsplan für den Westbalkan sowie die nächsten institutionellen Schritte prüfen, die Bosnien und Herzegowina unternehmen muss.
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