
(Patria) - Der kroatische Präsident Zoran Milanović erklärte gestern anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung der Armut und sozialen Ausgrenzung, dass Kroatien ein Land enormer sozialer Ungleichheit sei, in dem die große Mehrheit der Menschen immer schwerer lebe.
„Die kroatischen Menschen haben schlichtweg keinerlei Nutzen vom Wirtschaftswachstum und der Erhöhung des Budgets, weil die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung die wesentlichen Probleme der kroatischen Gesellschaft nicht erkennt“, schrieb Milanović auf seinem Facebook-Profil.
In einer besonders schwierigen Lage befinden sich laut Milanović die kroatischen Rentner.
„Was ist das für eine Regierung, die sich damit brüstet, eine einmalige Hilfe für über 60 Prozent der Rentner gewährt zu haben? Es ist eine gefühllose Regierung, denn allein diese Tatsache zeigt, dass sie die Mehrheit der kroatischen Rentner zu Sozialfällen gemacht hat. Und sie erwartet noch von diesen Menschen, dass sie ihr dankbar sind“, führte Milanović aus.
Er bewertete es als inakzeptabel, dass Rentner von Sozialhilfe leben, und nannte als eine der Schlüsselmaßnahmen zur Erhöhung ihres Lebensstandards die Änderung der Formel zur Berechnung der Renten.
„Solange die Regierung nicht den politischen Willen und echte Sorge um die Rentner zeigt, werde ich nicht aufhören, auf dieses Unrecht hinzuweisen, das Kroatien zu einem Land der sozialen und gesellschaftlichen Ungleichheit macht“, fügte Milanović hinzu.
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